Barockkrippe in Gutenzell
Die Gutenzeller Barockkrippe wurde um 1700 unter Äbtissin Maria Viktoria Hochwindt geschaffen, die aus Mindelheim eine reiche Krippentradition mitbrachte.
Über das 18. Jahrhundert hinweg entstanden zahlreiche Figuren und Szenen, darunter barocke Engel und Darstellungen wie die Hochzeit zu Kana. Nach der Säkularisation fertigten die verbliebenen Nonnen weitere Figuren, bis 1826 ein kirchliches Verbot zur Einstellung des Krippenaufbaus führte. Die Nonnen versteckten die Krippe, und ihr Standort geriet nach dem Tod der letzten Nonne 1851 in Vergessenheit.
Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt, restauriert und erneut gezeigt. Nach weiteren Restaurierungen im 20. Jahrhundert wird die rund 100 Figuren umfassende Krippe heute in der Pfarrkirche Gutenzell präsentiert und kann vom 4. Advent bis zum 2. Februar (Mariä Lichtmess) im Seitenschiff der Pfarrkirche jeweils von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr besichtigt werden.



