Ehemalige Klosterkirche in Gutenzell
Die ehemalige Klosterkirche St. Cosmas und Damian erhielt 1755/56 unter Dominikus Zimmermann eine behutsame, aber äußerst wirkungsvolle Barockisierung.
Die gotische Basilika wurde dabei in einen lichtdurchfluteten Spätbarockraum verwandelt, ohne ihre Grundstruktur zu verlieren. Rokokostuck, umgestaltete Fenster und helle Wandflächen prägen den festlichen Raumeindruck.
Die Decken- und Wandmalereien von Johann Georg Dieffenbrunner zeigen zentrale biblische Szenen wie das „Letzte Abendmahl“, den „Mannaregen“ und die „Hochzeit zu Kana“ sowie einen Apostelzyklus. Zu den bedeutenden Kunstwerken der Kirche gehören außerdem die reich verzierte Kanzel, ein frühbarockes Triumphkreuz von 1615 und der Hochaltar von Stephan Luidl, der ein älteres Altarblatt mit der „Maria Himmelfahrt“ enthält.
Im Chor befinden sich kunstvoll bekleidete Reliquienheiligtümer der Heiligen Christina und Justina, weitere Reliquienaltäre stehen in den Seitenkapellen. Diese können jedoch nur zu Weihnachten und in der Osterzeit besichtigt werden.



