Schloss in Hürbel
Schloss Hürbel wurde 1521 von Heinrich von Stein als Sitz derer von Freyberg erbaut, vermutlich an der Stelle einer älteren Wehrburg.
1723 erhielt es eine barocke Erweiterung mit kunstvollen Stuckdecken, Parkett und einer Balustertreppe aus Schwarzeiche. 1789 folgten weitere Umbauten und die heute einzigartigen französischen Réveillon-Tapeten.
1816 ging das Schloss an die Grafen Reuttner von Weyl, später an den württembergischen Staat und 1843 an die Freiherrn von Welden. 1907 übernahmen die Franziskanerinnen von Bonlanden das Anwesen, renovierten es umfassend und richteten ein Kinderheim ein.
1981 wurde das Schloss an einen Hamburger Reeder verkauft. 2013 erwarben Egon Dietz und Dr. Heidrun Weinert das stark vernachlässigte Anwesen und restaurieren es seitdem mit großem Einsatz. Sie wohnen selbst dort, richteten mehrere Wohnungen, darunter Ferienwohnungen, ein und schufen 2024 im ehemaligen Refektorium einen Trausaal.
Da Schloss Hürbel nie geplündert oder zerstört wurde, blieb seine historische Innenausstattung weitgehend original erhalten, darunter die Stuckdecken von 1727, alte Türen, Böden und die seltenen Tapeten von 1785, die 2016 restauriert wurden.



