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Gutenzell-Hürbel
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88484 Gutenzell-Hürbel
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Förderung von baulichen Maßnahmen über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum - ELR

Die Gemeinde Gutenzell-Hürbel ist seit 2016 ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum aufgenommen. In den letzten drei Jahren konnten insgesamt 10 Maßnahmen aus Mitteln des Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum mit insgesamt 550.000 € gefördert werden.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum - ELR - ist ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg, um die Ortskerne im ländlichen Raum zu stärken. Ziel ist es, die Gemeinden in die Lage zu versetzen, auf der Grundlage eigener Entwicklungsüberlegungen strukturelle Mängel zu beseitigen und dabei den Ort entsprechend seiner jeweiligen Eigenart zu entwickeln. Über das ELR können private Einzelmaßnahmen und strukturverbessernde Maßnahmen gefördert werden.
 
Für das Programmjahr 2020 besteht wieder die Möglichkeit einer Förderung über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.
 
 
 
Zuwendungsfähige Maßnahmen
 
Das Förderprogramm ELR stellt eine der wenigen Möglichkeit dar, öffentliche Zuschüsse für private Vorhaben zu erhalten und so zur Innenentwicklung des Ortes beizutragen. Das Förderprogramm konzentriert die Förderung entsprechend der Zielsetzung der ELR-Richtlinie auf die innerörtliche Entwicklung. Damit sollen die Ortskerne gestärkt werden, so dass sich wieder junge Familien im Ortskern ansiedeln und so der Überalterung im Ortskern entgegenwirken. Außerdem soll der Landschaftsverbrauch im Außenbereich reduziert werden. Im Sinne eines schonenden Umgangs mit den natürlichen Lebensgrundlagen führen der rationelle Energieeinsatz und die Verwendung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe sowie die Anwendung umweltfreundlicher Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang. Bei der Modernisierung von Altbauten ist ein verbesserter Wärmeschutz Voraussetzung für eine Förderung.
 
 
 
Förderschwerpunkt Wohnen
 
- Modernisierung von bestehenden Wohngebäuden
Ältere Gebäude (bis 1969) im historischen Ortskern können modernisiert und den heute üblichen Wohnbedürfnissen angepasst werden. Gefördert werden Baumaßnahmen, wie die Dämmung der Fassade und des Daches, Erneuerung von Fenstern und die Modernisierung der Sanitärinstallationen und der Heizung. Grundsätzlich werden nur umfassende Modernisierungsmaßnahmen gefördert.
Die Förderhöhe beträgt 30 % der zuwendungsfähigen Kosten und bis zu 20.000 € je Wohneinheit.
 
- Umnutzung leerstehender Gebäude zu Wohnungen
Ehemalige Scheunen prägen noch immer das Ortsbild im ländlichen Raum. Um das Ortsbild zu erhalten, können diese Gebäude zu Wohnungen umgebaut oder gewerblich genutzt werden.
Die Förderhöhe beträgt 30 % der zuwendungsfähigen Kosten und bis zu 50.000 € je Wohneinheit für Privatpersonen.
 
- Baulückenschließung durch dorfgerechte und maßstäbliche Wohngebäude
Baulücken und größere zusammenhängende Freiflächen können durch maßstäbliche Wohngebäude genutzt werden. Hierdurch erfährt der Ortskern eine Belebung und der Landschaftsverbrauch wird eingedämmt. Voraussetzung: abgängige Altsubstanz
Die Förderhöhe beträgt 30 % und bis zu 20.000 € / Voraussetzung: Eigennutzung.
 
- Neuordnung mit Baureifmachung von Grundstücken
Die Förderhöhe beträgt 30 % der zuwendungsfähigen Kosten und bis zu 100.000 €.
 
 
 
Förderschwerpunkt Arbeiten
 
- Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleineren und mittleren Betrieben. Förderhöhe bis zu 10% der zuwendungsfähigen Kosten, bei strukturell besonders bedeutsamen Vorhaben bis zu 15 % der zuwendungsfähigen Kosten (Entflechtung unverträglicher Gemengelagen / Reaktivierung von Brachen) und max. 200.000 €.
 
 
 
Förderschwerpunkt Grundversorgung
 
- Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen.
Förderhöhe bis zu 20 % der zuwendungsfähigen Kosten oder max. 200.000 €.
 
 
 
Förderschwerpunkt Gemeinschaftseinrichtungen
 
- Schaffung und Anpassung von Gemeinbedarfseinrichtungen.
Förderhöhe bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Kosten, max. 750.000 €.
 
 
Die Projektförderung erfolgt als Anteilsfinanzierung und die Mehrwertsteuer ist nicht förderfähig.
 
 
 
Ablauf der ELR-Antragstellung zur Förderung einer Maßnahme
 
Interessierte Bürger, die eine Förderung einer Maßnahme beantragen wollen, melden sich bis Ende Mai 2019 bei der Gemeindeverwaltung Gutenzell-Hürbel unter der Tel. 07352 92350.
 
Im Anschluss daran, erfolgt eine persönliche Beratung der Bürger an ihrem Gebäude mit Informationen zu einer möglichen ELR-Förderung. Die Beratung erfolgt durch die Landsiedlung BW und ist für die Bürger kostenlos und unverbindlich - voraussichtlicher Termin Anfang Juni 2019.
 
Für eine Antragstellung für das Programmjahr 2020 müssen die Antragsunterlagen (Planwerk, Angebote oder Kostenschätzung) bis Mitte August 2019 eingereicht werden. Die Bewilligung der ELR-Anträge erfolgt Anfang 2020, so dass mit der Maßnahme im Frühjahr/Frühsommer 2020 begonnen werden kann.
 
In dringenden Fällen, kann bereits im Mai 2019 ein ELR-Antrag gestellt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ein genehmigtes Baugesuch vorliegt und die Maßnahme noch in diesem Jahr begonnen werden kann.
 
Für das Programmjahr 2020 besteht wieder die Möglichkeit einer Förderung im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum. Daher sind die Bürgerinnen und Bürger aus Gutenzell-Hürbel aufgerufen die Möglichkeit einer Förderung im Rahmen des ELR zu nutzen, wenn eine geplante Baumaßnahme unter eine der oben genannten Fördertatbestände fällt.
 
Wichtig: Vor der Bewilligung des ELR-Antrags darf mit der Baumaßnahme nicht begonnen werden.