Wendelinusreiter halten Rückschau und blicken voraus
Langjährige Teilnehmer geehrt
Der Wendelinusritt von Gutenzell nach Niedernzell, der traditionell am dritten Sonntag im September stattfindet, erlebt dieses Jahr am 20. September seinen 79. Geburtstag. Wie in den Jahren zuvor wurden die Reitergruppenführer der teilnehmenden Reitergruppen am ersten Sonntag im August zur Vorbesprechung nach Gutenzell eingeladen. Im einleitenden Gottesdienst wurde den im letzten Jahr verstorbenen Reiterkameraden gedacht.
Verstorben waren:
- Hermann Dobler (Reitergruppe Aßmannshardt/Oggelsbeuren/Rupertshofen)
- Alfons Leicht (Reitergruppe Aßmannhardt/Oggelsbeuren/Rupertshofen)
- Alois Frey (Reitergruppe Hauerz)
- Manfred Ritscher (Reitergruppe Hauerz)
- Karl Gaißmaier (Reitergruppe Laupheim)
- Franz Amann (Reitergruppe Mietingen)
- Josef Hänle (Reitergruppe Mietingen)
- Alois Roth (Reitergruppe Ochsenhausen/Erlenmoos)
- Hans Wenk (Reitergruppe Ochsenhausen/Erlenmoos)
- Andreas Maier (Reitergruppe Reinstetten)
- Matthias Braun (Reitergruppe Reinstetten)
Die Reitergruppenführer, Jubilare, Gäste und Verantwortlichen versammelten sich anschließend im Kapitelsaal um die üblichen Vereinsregularien zu erledigen und Vorschau auf den diesjährigen Ritt zu halten.
Pfarrer Dr. Thomas Amann von der Kirchengemeinde St. Kosmas und Damian stellte in seinem Grußwort fest, dass der Wendelinus-Ritt etwas Besonderes sei: das Erleben der Natur mit Pferd in Wald und Flur. Aber auch das Gebet bei Wendelinus-Ritt soll dazu beitragen, zu erkennen, dass wir nicht die Macht über die Erde haben. Es gilt den Segen auch für die künftige Versorgung mit Nahrungsmitteln zu bewahren. Im Hinblick auf die Neugestaltung der Pfarreien seien auch die Flurritte im Auge zu behalten. Er hoffe auf rege Teilnahme.
Bürgermeister Thomas Jerg begrüßte alle Anwesenden. In seinem Grußwort bedankte er sich bei Reiterinnen und Reitern und bei denen, die eine solche Wallfahrt erst möglich machen. Er versprach auch für die Zukunft die Unterstützung der Gemeinde, damit die gute oberschwäbische Tradition der Flurritte weiterbestehen bleibt. Es sei auch ein Weg, um aus der Hektik des Alltags heraus zu kommen.
Den obligatorischen Kassenbericht erstattete Bürgermeister Jerg. Die alljährlich fast identischen Buchungsvorgänge wiesen keine Besonderheiten auf und erbrachten nahezu den gleichen Kontostand wie im Jahr zuvor.
Karl Kiefer aus Ellwangen konnte in seinem Kassenprüfungsbericht nichts feststellen, das auf Unstimmigkeiten schließen ließe. Er kam zum Ergebnis, dass alles in Ordnung sei und beantragte die uneingeschränkte Entlastung der Kassenführung und die Arbeit des Arbeitskreises. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.
Maria Dörner bemerkte, dass dieses Jahr keine Wahlen anstünden. Sie gab bekannt, dass 313 Anmeldungen für den diesjährigen Ritt vorlägen. Der diesjährige Reliquienträger sei Dekan Müller aus Bad Saulgau. Sie machte auch darauf aufmerksam, dass sich im nächsten Jahr zum 80. Mal die Wiedereinführung des Wendelinus-Rittes durch den damaligen Pfarrer Sontag jährt.
Zum Abschluss und Höhepunkt der Versammlung standen die jährlichen Ehrungen langjähriger Teilnehmer an. Sie sind verbunden mit einem „herzlichen Vergelt´s Gott“ für langjährige Treue zum Wendelinus-Ritt.
Geehrt wurden
- Frank Wegmann (Reitergruppe Gutenzell) für 40-malige Teilnahme
- Karl Kiefer (Reitergruppe Ellwangen) für 50-malige Teilnahme
- Florian Schneider (Reitergruppenführer Mittelbuch für 50-malige Teilnahme
- Alois Kunz (Reitergruppe Ellwangen für 60-malige Teilnahme
Alle Geehrten erhielten eine Urkunde und eine Erinnerungsmedaille. Zum Schluss bedankte sich Armin Nieß von der Reitergruppe Mietingen im Namen aller Anwesenden beim Arbeitskreis und ganz besonders bei Frau Dörner.
Mit dem Dank an alle Anwesenden für ihr Kommen und im Voraus für die bevorstehende Teilnahme am Wendelinus-Ritt schloss Frau Dörner die harmonisch verlaufende Versammlung.